DAS VERHALTEN

Wie wir Menschen, kommunizieren auch Tiere in ihrer eigenen Sprache. Bei den Agamen zeigt es sich besonders im Sozialenverhalten durch eine Vielfalt von Körperhaltungen und Färbungen.

Kampf, Flucht und Verteidigung

Adulte Bartagamen sind Einzelgänger und territorial veranlagt, was eine Haltung von mehreren Männchen in einem Terrarium unmöglich erscheinen läßt. In der Natur ist das ein kleineres Problem, da die Fluchtmöglichkeiten nahezu unbegrenzt sind. Im Terrarium haben wir dagegen nur ein begrenztes Raumangebot, was harte Revierkämpfe bei solch einer Vergesellschaftung zur Folge hätte. Es sind zwar Fälle bekannt, in denen auch mehrere Männchen erfolgreich zusammen gehalten wurden, allerdings ist das ein Risiko, da nach jeder Winterruhe die Rangordnung neu ausgefochten wird, die dann das ganze Jahr über beibehalten wird. So besteht jedes Jahr aufs Neue die Gefahr von Verletzungen.
Das „stärkste” Tier in der Gruppe sichert sich den höchsten Ausschauplatz, von dem aus das Revier am besten zu beobachten ist. Die Rangordnung in der Gruppe wird durch das typische Bartaufstellen, kräftige Nickbewegungen des Kopfes und durch „Armdrehen” hergestellt. Das Nicken und Armdrehen ist aber auch im Balzverhalten der Tiere vorhanden.
Fühlt sich nun aber ein Tier bedroht, verharrt es bewegungslos. Bringt das nicht den erwünschten Erfolg flüchtet die Echse. Wenn sich der Angreifer nun trotzdem weiter nähert, reißt sie ihr Maul weit auf und spreizt die mit Stacheln bestückte Kehle ab. Zusätzlich bläht sie sich auf und stellt sich quer zu ihrem Gegner, um somit größer und kräftiger zu erscheinen. Teilweise versuchen sie den Gegener auch durch einen Sprung nach vorne oder mit „Schwanzschlagen” einzuschüchtern. Wer diese diese Warnungen nicht ernst nimmt, muß damit rechnen, gebissen zu werden.

Jagd

Wenn sich eine Bartagame auf der Jagd befindet, ist das fast so ein Schauspiel wie bei der Verteidigung. Wenn ein Futtertier entdeckt wurde, rennt die Echse flink bis auf ein paar wenige Zentimeter an die Beute heran und verharrt regungslos. Bewegt sich das Beutetier, wird es durch eine blitzartigen Attacke nach vorne gefangen.

Thermoregulierung

Ein weiteres Typisches Verhalten ist die Thermoregulierung. Bartagamen brauchen wie die meisten sonnenliebenden Reptilien auch, während ihrer Tagesaktivität eine Körpertemperatur zwischen 28° C und 40° C. Da diese Tiere nicht in der Lage sind Eigenwärme zu speichern, „tanken” sie ihre Körperwärme über äußere Wärmequellen wie die Sonne auf. Während dieser Phase verfärben sich die Tiere dunkel, da der dunkle Körper die Wärme besser aufnimmt. Wenn sie nun genug Wärme gespeichert haben oder die Sonneneinstrahlung zu intensiv wird, färben sie sich wieder heller bzw. wenden sich der Sonne ab. Wenn dies alles nicht hilft, klettern sie z.B. auf einen Baum oder öffnen das Maul, strecken die Zunge hervor und beginnen zu hecheln. Durch dieses Verhalten kann sich die Echse nun allmählich abkühlen.

Schlafen

Zum Schlafen suchen sie Abends entweder ihre Verstecke auf, wo sie sich in Mulden die sie gegraben haben hineinlegen. Sie legen sich aber auch in der unten gezeigten Schlafhaltung auf einen Ast oder ähnliches.

Armdrehen oder winken

Drohen

Kampf

Schlafen

Fressen

Kot absetzen


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