DIE KRANKHEITEN

Wie bei uns Menschen auch, kann die gesündeste Bartagame einmal Krank werden, dieses macht sich bereits im Verhalten bemerkbar. Was kann man in solch einer Situation tun?? Das wichtigste dabei ist erst einmal, sich das Tier genau anzusehen und sein Verhalten genau zu beobachten. Kann man sich das Verhalten in keinster Weise erklären, sollte man sich bei Leuten erkundigen, die sich mit der Materie auskennen ( z.B. beim fachkundigen Zoohändler, Züchter oder direkt beim Tierarzt ). Man sollte aber auch nicht zu lange warten, etwas zu unternehmen, da sich Krankheiten über eine lange Zeit hinziehen können. Was auf jeden Fall niemandem schadet, ist es, sich über diverse Krankheiten vorher, d.h. bevor das Tier krank wird, zu informieren. Ich möchte in diesem Teil meiner Homepage versuchen eine kleine Hilfestellung zu geben, die aber im Notfall den Besuch beim Tierarzt nicht ersetzt.

Flagellaten ( Geißeltierchen )

Diese Krankheit führt zu Abmagerung, die durch eine Darm- und spätere Nierentzündung hervorgerufen wird, die bis zum Tod des Tieres führen kann. Nachweisen lassen sich diese Geißeltierchen durch eine Kotuntersuchung, die von frischem Kot gemacht werden muß ( schnelles absterben der Erreger). Behandeln kann diese Krankheit nur der Tierarzt durch gabe von Clont ( Metrorinazol 50-100mg/kg ).

„Fressunlust” und Abmagerung

Nimmt ein Tier keine Nahrung mehr zu sich, sollte man sich folgende Fragen stellen:

- Ist die Ernährung abwechslungsreich genug ?
- Ist das Tier satt ?
- Mag es das angebotene Futter nicht ?

Zieht sich die "Fressunlust" über einen längeren Zeitraum und das Tier magert ab, sollte man es mit „Zwangsfütterung” probieren, da das Tier sonst unweigerlich zu Grunde gehen würde. Am besten geht es mit Babynahrung in Gläsern wie z.B. Alete oder Hipp. Der Brei ( mundwarm ) der auch mit Vitaminen versetzt werden kann, wird in die Spritze eingefüllt und diese wird dem Tier vorsichtig bis in den Rachen eingeführt. Tritt nun aber in den nächsten 5 Tagen keine deutliche Besserung ein, schnellstens zum Tierarzt.

Häutungsprobleme

Häutungsprobleme treten meist bei Jungtieren auf, bei denen Hautreste an Zehen hängen bleiben. Diese Hautreste lassen sich aber problemlos mit der Hand oder einer Pinzette vorsichtig entfernen.
Ursachen für solch schlechte Häutung sind meist eine zu niedrige Luftfeuchtigkeit oder ein Mangel an Vitamin A. Diese Faktoren lassen sich aber durch häufiges aussprühen des Terrariums, einer Wasserschale und durch regelmäßige Vitamingabe relativ einfach vermeiden.

Muskelzittern

Diese Mangelerkrankung wird durch Vitamin B-Mangel hervorgerufen. Erkennen kann man dies durch Bein- und Schwanzzittern und später sogar durch "Fressunlust" und ganz extremes zittern des ganzen Tieres. Bei erkennen solch einer Erkrankung sollte man einen Tierarzt aufsuchen, der durch hochdosierte Vitamin B Verabreichung helfen kann.

Nekrose, abgestorbene Gliedmaßen

Unter Nekrose versteht man absterbendes Gewebe, das durch die Unterbrechung der Blutbversorgung zustande kommt. Ursache hierfür ist häufig eine unvollständige Häutung des Tieres, bei der hauptsächlich an den Zehen oder am Schwanz Hautreste hängenbleiben, die das Gewebe abschnüren. Entfernt man diese Haut nicht, führt dies unweigerlich zum Absterben des Gewebes und den Verlust des betroffenen Gliedmaßes ( Schwanz, Bein ). Da nun im befallenen Gewebe eine Entzündung entsteht, muß schnellstens ein Tierarzt aufgesucht werden. In den meisten Fällen ist eine Amputation des Gliedmaßes die letzte Möglichkeit.

Parasitenbefall

Parasiten holt man sich durch schlecht Reinigung des Terrariums, aber auch über schlechte Futtertiere. Befallene Bartagamen erkennt man daran, daß sie nicht mehr Fressen und die Augen sind in die Kopfhöle eingefallen. In solch einem Fall ist eine Kotuntersuchung unumgänglich, die fast jeder „normale” Tierarzt durchführen kann. Die Tiere bekommen ein Medikament, das schon nach wenigen Tagen wirken sollte. Während dieser Zeit sollte man das Terrarium nur mit Zeitungen auslegen, die man täglich wechselt und weiterhin muß das Terrarium und dessen Einrichtung sehr gründlich desinfiziert werden.

Bei einem neu erworbenen Tier sollte man grundsätzlich eine Kotuntersuchung durchführen lassen, durch die man Parasiten oder irgendwelche anderen Schmarotzer entlarven kann.

Rachitis

Unter Rachitis versteht man eine Mangelerscheinung die meist bei Jungtieren auftritt, die durch zu geringe Kalkeinlagerungen in den Knochen durch Calcium oder Vitamin D Mangel entsteht. Aber auch eine zu geringe UV-Bestrahlung kann eine Ursache sein. Bemerkbar macht sich die Rachitis durch Beinverkrümmungen, Schwanzverformungen ( Knicke oder Wellen ) und Wirbelsäulenverkrümmungen. Behandeln kann man dies durch gabe von D-MULSIN Paste ( aus der Apotheke ), Vitamingabe und oder eine bessere UV-Bestrahlung ( evtl. UV-Röhren austauschen ).

!!!Wir haben Eier!!!


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